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Alabaster

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Steckbrief:

Name: Alabaster
Andere Namen: /
Mineralklasse: Wasserhaltige Sulfate ohne fremde Anionen
Chemische Formel: CaSO4 · 2 H2O
Chemische Elemente: Calcium, Schwefel, Sauerstoff, Wasserstoff
Ähnliche Minerale: Gips
Farbe: weiß, gelb, rosa, braun, grau
Glanz: Glasglanz, Perlmuttglanz
Kristallstruktur: monoklin
Massendichte: 2,2
Magnetismus: nicht magnetisch
Mohshärte: 1 - 2
Strichfarbe: weiß
Transparenz: durchsichtig bis durchscheinend
Verwendung: Kunsthandwerk

Allgemeines zum Alabaster:

Alabaster beschreibt einen Naturstein, der als Varietät des Gips zu den Calciumsulfaten gehört. Der Alabaster verdankt seinen Namen den Ägyptern, denen er als Baumaterial in riesigen Steinbrüchen zur Verfügung stand. Vermutlich geht der Name auf Albastron zurück, jene antike Stadt, in deren Nähe sich riesige Vorkommen des Natursteins befanden. Der griechische Naturforscher Theophrastos von Eresos war der erste, der Alabaster in seinen Schriften erwähnte, nachdem er Albastron besucht und dort die daraus gefertigten Kunstwerke und Alltagsutensilien gesehen hatte. Es ist aber auch möglich, dass die ägyptische Fruchtbarkeitsgöttin Bastet Namensgeberin des Alabasters gewesen ist.
Alabaster ähnelt im Aussehen dem Marmor und weist in der Regel eine weiße Farbe auf. Gelbe, hellrosa, bräunliche und graue Variationen mit gewölkter oder geäderter Zeichnung sind ebenfalls häufig. Die Strichfarbe des Alabasters ist immer weiß. Der Stein bildet prismatische, oft zu Zwillingen verbundene Kristalle sowie massige, plattrige oder faserige Aggregate aus. Alabaster zeigt einen glasartigen oder seidigen Glanz und eine durch das Kristallwasser meist durchscheinende Transparenz. Er ist von muscheligem oder unebenem Bruch. Mit einer Mohshärte von maximal 2 ist Alabaster sehr weich und von vollkommener Spaltbarkeit. Als schlechter Wärmeleiter ist Alabaster bei Berührung deutlich wärmer als Marmor. Durch Hitzeeinwirkung verdampft das im Inneren des Alabasters enthaltene Kristallwasser, was dem Stein ein undurchsichtiges Aussehen verleiht. Der Schmelzpunkt des Gesteins liegt bei 1400 Grad Celsius.

Vorkommen und Gewinnung:

Alabaster und Gips entstanden vor etwa 27 Millionen Jahren aufgrund der Verdunstung des Urmeeres, wodurch großflächige Seen mit hohen Kalkvorkommen zurückblieben. Da im weiteren Verlauf der Erdgeschichte auch diese Seen allmählich verdunsteten, entstanden hochkonzentrierte Salze, die sich schließlich zu Calciumsulfat in Form von Gips und Alabaster entwickelten. Heute werden diese beiden Natursteine in großen Vorkommen wenige Meter unter der Erdoberfläche abgebaut, sind aber auch in Tiefen von bis zu dreihundert Metern zu finden.
Alabaster wird vorrangig in weiten Teilen Mittel- und Südeuropas gefördert, wobei die Steine mit der besten Qualität aus Spanien und Italien stammen. Auch in Großbritannien, einigen Ländern Osteuropas, in den Vereinigten Staaten und in Japan befinden sich wirtschaftlich bedeutende Lagerstätten.

Nutzung durch den Menschen:

Als beliebtes Material für Bildhauer blickt der Alabaster auf eine mehrere Jahrtausende lange Geschichte zurück. Schon die alten Ägypter fertigten aus Alabaster Statuen und Statuetten sowie kunstvolle Gefäße für Schminke. Seit der Antike gilt das Gestein als königliches Material. Da Alabaster von poröser Struktur ist, eignet er sich hervorragend zum Färben. In Europa war Alabaster ab dem frühen Mittelalter bis hinauf nach Skandinavien ein beliebtes Material für die Gestaltung von Kirchenelementen, Reliefs und lebensnahen Abbildungen von Herrschern. Bis heute werden aus Alabaster kostbare Schalen, Vasen, Lampen und Skulpturen angefertigt.


Video: Rend Collective - Alabaster (Kann 2022).